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Geocaching - Indiana Jones für Jedermann

In einer Zeitschrift habe ich das erstemal etwas zum Thema Geocaching gelesen. Was ist das eigentlich? Geocaching?
Ganz kurz und knapp könnte man sagen: eine Schnitzeljagd mit einem GPS-Gerät.
Es geht darum "Caches" zu finden. Caches  ist Englisch und bedeutet "geheimes Lager". Und "Geo" steht für die Erde. Das ganze Spiel geht nämlich Weltweit. Überall auf diesem Planeten sind Geocaches versteckt. Derzeit etwa 500.000 weltweit und davon ca. 50.000 in Deutschland.

Und wie funktioniert das jetzt?
Das ganze läuft dann folgendermaßen ab: Der Owner (Besitzer) eines Caches versteckt an irgendeiner Stelle seinen Cache. Der Cache selber kann unterschiedliche Größen haben. Dazu später mehr. Das Versteck kann an einem beliebigen Ort sein. Im Wald in einem alten Baumstumpf zum Beispiel, oder an einem Denkmal, oder oder oder. Beim verstecken kann der Owner seine ganze Fantasie einsetzen.
Hat der Owner ein tolles Versteck gefunden und den Cache versteckt, gilt es den genauen Standort mit einem GPS-Gerät festzuhalten. Die Koordinaten des Geocaches werden anschliessend im Internet veröffentlicht. Hier gibt es zwei große Anlaufpunkte im Internet: www.opencaching.de und www.geocaching.com . Letztere Seite ist zwar in englisch, aber hat weitauß mehr Caches aufgelistet. Auf eine dieser Internetseiten (oder auch auf Beiden) werden nun die Koordinaten zu dem Versteck eingetragen. Der Cache bekommt auch einen Namen wie z.B. "Gedenken im Ruhewald" und eine Nummer. Diese Nummer nennt sich "Waypoint", also auf deutsch "Wegpunkt". In diesem Fall die "GC19M7D". Hier übrigens die entsprechende Seite bei geocaching.com www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx und bei opencaching.de www.opencaching.de/viewcache.php . Bei opencaching.de erhält der Cache übrigens einen eigenen Waypoint. Hier die "OC546A". Im Internet finden sich auch weitere Hinweise zu dem Cache. Da wäre der Schwierigkeitgrad um an das Versteck heranzukommen. Es gibt Caches an die gelangt man erst mit einer Kletter- oder Taucherausrüstung.

Was ist ein Cache?
In so einem "Cache-Profil" im Internet steht allerdings noch einiges mehr über den Cache: Es gibt verschiedene Größen die von einer kleinen Film-Dose (Micro) bis zur Größe von Munitionskisten oder Tresore reichen (Large). in so eine kleine Filmdose passt natürlich nicht viel mehr als das Logbuch. In dieses Logbuch trägt man sich ein, wenn man den Cache gefunden hat: meistens mit dem Datum, der Uhrzeit und dem eigenen Nicknamen. Vielleicht aber auch wie einfach oder schwierig der Cache zu finden war. Bei den größeren Caches gibt es dann noch einiges mehr: Hier kann und soll getauscht werden: die kleinen Geschenke reichen von Stiften, Schlüsselbändern, Aufklebern bis hin zu Taschenmessern oder noch wertvolleren Gegenständen. Hier gilt die Spielregel: nimm etwas heraus und gebe etwas Wertvolleres wieder hinein.
Es gibt aber auch unterschiedliche Arten von Caches: Die "einfachsten" sind die "Traditional Caches", denn an der angegeben Koordinate ist auch der Cache versteckt. Bei "Multi-Caches" gilt es an der ersten Koordinate mit entsprechenden Hinweisen die nächste Koordinate finden oder den richtigen Weg einzuschlagen. So kann sich die Suche nach einem Multi-Cache schon über ein paar Stunden hinziehen. Oder wie wäre es mit der Suche nach einem Night-Cache? Dieser lässt sich nur in der Nacht finden, da der Owner sich ein ausgeklügeltes System von Blinklichtern und Reflektoren ausgedacht hat um dem Geocacher den Weg zu weisen. Eine Taschenlampe ist hier ein muss!

Und wie finde ich den Schatz?
Aber dafür muss der Cache erstmal gefunden werden! Was brauchst Du denn dafür?
Eigentlich nur zwei Dinge: die Koordinaten des Schatzes und ein GPS-Gerät. Als GPS-Gerät genügt am Anfang auch ein GPS-fähiges Handy. Eine Suche über Google-Earth oder andere Karten ist sicherlich auch möglich aber ganz schön schwierig auch bei leichteren Verstecken.
Für den Anfang ist es recht einfach sich einen kostenlosen Zugang bei www.geocaching.com oder www.opencaching.de . Auf beiden Seiten kann man sich auch ziemlich schnell eine Liste mit den Caches aus der näheren Umgebung anzeigen lassen. Bei mir ist sogar einer direkt vor meiner Tür!
Hat man dann erstmal die Koordinaten in das GPS eingegeben kann es schon losgehen. Dabei ist es noch recht einfach den näheren Umkreis des Versteckes zu einzugrenzen. Hierbei spielt die Genauigkeit des GPS-Empfängers eine entscheidende Rolle. Auf offenem Feld ist man mit dem Empfänger schnell aus 3 bis 5 Meter an den Cache herangekommen. Anders sieht es in einem dichten Waldstück aus: das Blätterdach behindert die "Sicht" des Empfängers zu den Satelliten. Hier kann die Genauigkeit schnell bei 20 bis 30 Meter liegen. Da wird die Suche schon schwieriger. Aber ist der Schatz erstmal gehoben ist die Freude groß! Vielleicht gibt es ja etwas tolles zum Tauschen? Oder Du trägst Dich einfach nur in das Logbuch ein.
Das Logbuch gibt es übrigens im Internet ein weiteres mal. Hier solltest Du dann auch eintragen, dass Du den Cache entdeckt hast. So weiß einmal der Owner, dass der Cache noch immer an der gleichen Stelle versteckt ist, und die anderen Geocacher wissen, dass es noch Etwas zu Suchen gibt.

Geocaching ist eine schöne Sache, wenn man (so wie ich) viel mit dem Fahrrad unterwegs ist, denn so kommt man an Orte, an zu denen man vorher garnicht gehen (oder fahren) würde. Ich habe so im Schaumburger Wald  oder auch im Bückeberg einige interessante Plätze entdecken können.
Wenn Du kein GPS-Gerät oder GPS-Handy Dein eigen nennen kannst, dann frag doch einfach mal Bekannte. Vielleicht kann man ja einfach mal gemeinsam auf Schatzsuche gehen. Ich wünsche auf jedenfall viel Spaß!


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